(zu tschmerkern) [ von ospylac am 2008-12-03 21:59:29 ] laut google vom slowenischen cmeriti: plärren, flennen, raunzen (zu eitzerl) [ von clavicula am 2008-12-03 21:28:28 ] ist mir sogar schon als "Eutzerl" vorgekommen. Klar gehts noch ! (zu Oberschulwart) [ von DJ am 2008-12-03 21:21:14 ] Oberschul-und Hallenwart - Allerdings ist die Übersetzung mangelhaft, da in D keiner Hauswart genannt wird. -
http://www.mhsleonding.at/team/personal/klaus-dirisamer
Nestroy (zu Flinserl (3)) [ von Koschutnig am 2008-12-03 20:33:39 ] sagt's: " Da ich's mit dieser Farce nicht kann, so stimm ich lieber Flinserln an" (Das Mädl aus der Vorstadt) "Flinserln" hieß auch eine Gedichtsammlung von Johann Gabriel Seidl, 1804-75, dem Dichter des "Gott erhalte.." (zu aui) [ von clavicula am 2008-12-03 20:28:37 ] aui kenne ich vor allem aus Tirol. Im Osten wohl eher aufi - auffi. (zu hinunterspenden) [ von clavicula am 2008-12-03 20:26:48 ] zum Beispiel bei Werner Schwab: „Man könnte das Geld an die Ärmsten der armen hinunterspenden.“ (zu Geschirrspüler) [ von clavicula am 2008-12-03 20:17:57 ] bitte verbessert mich, aber als vor kurzem eine Münchnerin ins Studentenheim gezogen ist, hat sie auf "geh schmeiß ma des in den Gschirrspüler" mit "Geschirrspüler? Meinst du die Spülmaschine?" geantwortet. Die hat das wirklich nicht gekannt so. Nur in Österreich (zu Mitvergangenheit) [ von Koschutnig am 2008-12-03 19:59:39 ] üblich (gewesene) Eindeutschung für das Imperfekt. "Warum sagte er: hatte? dachte der Leutnant; und erinnerte sich aus der Deutschstunde, dass man so was 'Mitvergangenheit' nannte" (Joseph Roth, Radetzkymarsch) abblatteln --> ja (zu Oblattln) [ von Siebenstecken am 2008-12-03 19:43:46 ] Ich ziehe in solchen Fällen das Wörterbuch "Bairisches Deutsch" zurate, das zwar eigentlich nur für Altbayern gedacht ist, jedoch aufgrund der bairisch-österreichischen bzw. ostoberdeutschen Sprachschicht auch für Österreich nützlich ist, weil dort die Wörter in ihrer (ergründeten) schriftstandardsprachlichen Form aufgeführt sind. Ich weiß nicht, welches Wörterbuch in Österreich (abgesehen vom ÖWB) ähnliches leistet.
Herzmanovsky-Orlando (zu Kuchlmensch, das) [ von Koschutnig am 2008-12-03 19:38:40 ] aus "Der Gaulschreck im Rosengarten": "Ich hab's von der Erpelstecher Wab'n..., wissen S', die was ehender drittes Kuchelmensch war beim Grafen Kegelvich" Geschirrspüler (zu Geschirrspüler) [ von Siebenstecken am 2008-12-03 19:35:27 ] "Geschirrspüler" ist nicht speziell österreichisch. Der Unterschied zumindest in Deutschland ist, dass "Geschirrspüler" in Richtung Umgangssprache geht, während "Geschirrspülmaschine" das förmlichere Wort ist, und "Spülmaschine" eine Kurzform davon.
Hausmann? (zu Geschirrspüler) [ von Koschutnig am 2008-12-03 18:00:24 ] Wenn in einem Wort 'spülen' für 'abwaschen' steckt, kann's zumindest der Herkunft nach nicht recht österreichisch sein. Da sind wir im Ösiland doch gründlicher: Spülen allein reicht doch wirklich nicht! dankscheen hat Recht (zu Fritz) [ von Koschutnig am 2008-12-03 17:29:36 ] Alle diese Namen auf -z: Fritz,Heinz, Lutz, Götz, wie Hinz und Kunz, sind eigentlich Koseformen zu Friedrich, Heinrich, Ludwig, Gottfried, Konrad und stammen aus dem mitteldeutschen Raum (Harzgegend, Thüringen). Die Königsnamen Heinrich (niederdeutsch Hinrik) und Konrad werden 1100 - 1300 als Namen so beliebt, dass 'Hinz und Kunz' zu 'jeder beliebige' wird. Doch woher kamen die einst von Meinl geschluckten "Brüder Kunz"? Eine solche Firma - Kafferöster! - gibt's noch immer in Olsberg, Westfalen. Hatscheter Hadschi ? (zu hatschen) [ von Koschutnig am 2008-12-03 15:57:19 ] Se non è vero, è ben trovato...
aber die nette Geschicht, dass das 'Hatschen' mit der 'Hadsch' zusammenhängt (und damit käm ja auch der Hadschi Halef Omar zu Ehren!) ist tatsächlich nur eine nette Geschichte. Offenbar gibt's außer Volksetymologie auch eine Journalistenetymologie, die derlei in die Welt setzt oder nachplappert(wie z.B. dass Gründonnerstag von 'greinen' kommt) Denn: Maria Hornung: "Wörterbuch der Wiener Mundart": "hadschn (hatschen): mühsam, schwerfällig, schlurfend gehen. Bair.-österr. Sonderwort, Herkunft unsicher, evtl. mit 'hutschen' und 'hätscheln' verwandt" oder - wird ja schon in einem andern Kommentar zitiert - PeterWehle: "Sprechen Sie Wienerisch?": "hatschen: hinken, schwerfällig gehen, vermutl. lautmalend (vgl. Watschen, Pletschn, Flitschn), beeinflusst von Haxen, mhd. 'hakezen'; vielleicht v. mhd. 'hatsche' = Ente. Allenfalls würd ich mir noch slawischen Einfluss einreden lassen (tschech. 'chodit', kroat. 'hodati': gehen, wandern)
Doch DER STANDARD (Dez. 2007): "Millionen Muslime beginnen Pilgerfahrt Hadsch" - verbindet die Haddj mit dem Hatschen - aber die meisten Pilger ja nicht hatschen, sie fliegen!
4x - Kotzen 2x, Kotzn, Kotze - (zu Kotzen) [ von Koschutnig am 2008-12-03 15:10:57 ] gibt's das Wort nun 'system' war der erste (1.7.2005): 'dankscheens' Eintrag entspricht am ehesten der gewünschten "offiziellen Schriftform". Könnte bzw.sollte man das ugs. häufige Endungs -n "Kotze (n) (vgl. 'a Wies n', 'a Straß n', 'a Seit n', 'a Ent n'...) nicht unter "Aussprache" anführen? Das Wort gibt es auch in versch. Gegenden Deutschlands -'die Kotze/der Kotzen'. Ein altes Wort: ahd. 'chozzo, chozza'("grobes Wollzeug als Umhang oder Decke") Verwandt ist 'Kotze' z.B. mit 'Kutte', mit poln. 'koc' (männlich, "Decke"), mit engl. 'coat' (Trenchcoat, Petticoat), mit frz. 'cotte' ("Tunika über der Rüstung")
@JoDo > http://tinyurl.com/5v8hrf
Retti (OeWB) "AT - Kaernten: nicht bekannt als Kotzen, sondern als Kotze"
jedoch: Kärnten ist zwar nicht groß, aber reich an unterschiedlichen Dialekten.
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